Dr. Madalina Werneke in ihrer Praxis VIVIDA Lab

In eigener Sache: Warum Ästhetik und Innere Medizin zusam­men­ge­hören

(Dr. Madalina Werneke)

„Sie sind doch Inter­nistin – warum machen Sie auch Ästhetik?“ Diese Frage höre ich in meiner Praxis immer wieder. Manchmal klingt sie neugierig, manchmal ein wenig skeptisch. Für viele Menschen gehören Innere Medizin und ästhe­tische Medizin in zwei getrennte Welten: hier Blutwerte, Blutdruck und Vorsorge, dort Falten, Hautbild und Ausstrahlung.

Ich sehe das anders. Für mich sind beide Diszi­plinen zwei Seiten derselben Frage: Wie bleibt ein Mensch lange gesund, vital und fühlt sich in seiner Haut wohl? In diesem Beitrag in eigener Sache möchte ich erklären, warum ich Ästhetik und Innere Medizin bei VIVIDA Lab bewusst zusam­men­denke – und was Sie als Patientin oder Patient davon haben.

Schönheit beginnt im Inneren – und das ist medizi­nisch gemeint

Die Haut ist unser größtes Organ. Sie ist kein isolierter Bereich, sondern eng mit dem restlichen Körper verbunden. Wie sie aussieht, wie schnell sie regene­riert und wie sie auf Behand­lungen reagiert, hängt maßgeblich davon ab, was im Inneren passiert.

Ein paar Beispiele aus dem Praxis­alltag:

  • Schild­drüse: Eine Unter­funktion kann die Haut trocken und fahl wirken lassen und Haarausfall begüns­tigen.
  • Eisen und Mikro­nähr­stoffe: Ein Mangel an Eisen, Zink oder Vitamin B12 zeigt sich oft zuerst an Haut, Haaren und Nägeln.
  • Blutzucker: Dauerhaft erhöhte Gluko­se­werte fördern die Bildung sogenannter AGEs (Advanced Glycation Endpro­ducts). Sie machen Kollagen steifer und lassen die Haut schneller altern.
  • Hormone: In der Perime­no­pause verändert der sinkende Östro­gen­spiegel spürbar Hautdicke, Feuch­tigkeit und Elasti­zität.
  • Entzün­dungen und Stress: Chronische Entzün­dungs­pro­zesse und dauerhaft erhöhtes Cortisol hinter­lassen ihre Spuren – auch im Gesicht.

Wer diese Zusam­men­hänge kennt, versteht: Eine ästhe­tische Behandlung kann nur so gut wirken, wie der Körper es zulässt. Mehr dazu lesen Sie in unseren Beiträgen Die Haut als sicht­barer Spiegel des Alterns und Glukose und Longevity.

Mehr Sicherheit durch den inter­nis­ti­schen Blick

Ästhe­tische Behand­lungen sind medizi­nische Eingriffe. Botulinum­toxin, Hyaluron­säure, Polynukleotide oder ein CO₂-Laser wirken auf lebendes Gewebe – und damit auf einen Körper mit eigener Vorge­schichte.

Als Inter­nistin frage ich deshalb nicht nur nach dem Wunsch­er­gebnis, sondern auch nach Vorer­kran­kungen, Medika­menten und Blutwerten. Nimmt jemand blutver­dün­nende Mittel, steigt das Risiko für Blutergüsse. Bei Autoim­mun­erkran­kungen, Diabetes oder bestimmten Hauter­kran­kungen muss eine Behandlung anders geplant werden. Und manchmal ist die ehrlichste Empfehlung, zuerst eine innere Ursache abzuklären, bevor wir äußerlich etwas verändern.

Dieser Blick auf den ganzen Menschen ist kein Zusatz, sondern Grundlage. Er hilft, Risiken realis­tisch einzu­schätzen, Behand­lungen präzise abzustimmen und Ergeb­nisse zu erzielen, die natürlich wirken und zu Ihnen passen.

Mein Weg: erst die Innere Medizin, dann die Ästhetik

Diese Verbindung ist bei mir bewusst so gewachsen. Nach dem Studium der Human­me­dizin erhielt ich 2015 meine Appro­bation im Saarland. Es folgten mehrere Jahre klini­scher Tätigkeit und die Weiter­bildung zur Fachärztin für Innere Medizin, die ich 2023 mit der Facharzt­prüfung vor der Ärzte­kammer Nieder­sachsen abgeschlossen habe.

In dieser Zeit habe ich gelernt, wie eng Herz-Kreislauf-System, Stoff­wechsel, Hormone und Organe zusam­men­spielen – und wie oft sich innere Verän­de­rungen zuerst äußerlich zeigen. 2024 habe ich mich an der Kiel Medical Academy gezielt in ästhe­ti­scher Medizin und Laser­me­dizin weiter­ge­bildet und beide Quali­fi­ka­tionen mit Zerti­fikat abgeschlossen.

Die Reihen­folge ist mir wichtig: Die ästhe­tische Medizin baut bei mir auf einem inter­nis­ti­schen Fundament auf, nicht umgekehrt. Genau diese Kombi­nation macht das Konzept von VIVIDA Lab aus. Was ich über Prävention und langfristige Gesundheit gelernt habe, haben wir übrigens auch in unserem Buch „Gesundheit ist kein Zufall“ zusam­men­ge­fasst.

Was das für Sie bei VIVIDA Lab bedeutet

Im Praxis­alltag zeigt sich die Verbindung beider Diszi­plinen ganz konkret:

  • Ein ausführ­liches Erstge­spräch: Bevor wir über eine Behandlung sprechen, geht es um Ihre Wünsche, Ihre Vorge­schichte und Ihren aktuellen Gesund­heits­zu­stand.
  • Diagnostik, wo sie sinnvoll ist: Wirkt die Haut müde, fallen die Haare vermehrt aus oder regene­riert sie schlechter als früher, kann eine erweiterte Labor­diagnostik oder hormonelle Diagnostik mögliche innere Ursachen klären.
  • Behand­lungen, die zusam­men­passen: Eine Hautanalyse, Micro-Needling mit Morpheus8™ oder Polynukleotide lassen sich sinnvoll mit Ernährungs­beratung oder Vital­infusionen kombi­nieren.
  • Ehrliche Beratung: Nicht jeder Wunsch braucht eine Behandlung. Manchmal ist ein Blutwert der bessere Ansatz­punkt als eine Spritze.

So entsteht ein Konzept, das nicht nur kurzfristig sichtbar wirkt, sondern Ihre Gesundheit langfristig mitdenkt – ganz im Sinne unseres Longevity-Ansatzes.

Unser Fazit

Ästhetik und Innere Medizin sind keine Gegen­sätze. Sie ergänzen sich. Die Haut zeigt oft, was im Körper passiert – und ein gesunder Körper ist die beste Grundlage für eine natür­liche Ausstrahlung.

Deshalb verbinden wir bei VIVIDA Lab inter­nis­tische Diagnostik, Prävention und moderne ästhe­tische Medizin zu einem Ansatz: von innen heraus wirken, nach außen strahlen, nachhaltig gesund bleiben.

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